Kolloidales Silber

Silber wurde bereits in der Antike zum desinfizieren eingesetzt. So setzte zum Beispiel der Arzt Paracelsus Silberamalgam für ausleitende Bäder ein, Hildegard von Bingen wendete Silber als Mittel zum Abtöten von Bakterien an. Kolloidales Silber besteht aus Silber, das in sehr kleine bis ultrafeine Partikel aufgelöst ist. Diese Partikel werden als Nanopartikel bezeichnet. Durch die große Oberfläche ist kolloidales Silber im Vergleich zu Silberatomen deutlich reaktionsfreudiger. Zusätzlich zu den Nanopartikeln sind in der kolloidalen Silberlösung auch Silber-Atome und -Ionen zu finden. Hergestellt werden kann der Stoff mit verschiedenen Verfahren, nämlich durch

Öffnet internen Link im aktuellen FensterZermahlen von Silber in Kolloidmühlen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterReduktion von Silbersalzen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterElektrolytische Verfahren

Lediglich das Elektrolytverfahren erzeugt die Form von kolloidalem Silber, die in den verschiedenen möglichen Anwendungen auch wirklich wirksam wird. Es entstehen Nanoteilchen mit einer Größe zwischen einem und 100 Nanometer. Weder Auge noch Lichtmikroskop können in dieser Größenordnung einzelne Partikel unterscheiden.

Weitere Bezeichnungen für gelöstes Silber, Silberverbindungen oder auch Silberdispersionen sind Silbersol oder Silberwasser. Diese Lösungen sind allerdings nicht mit dem elektrolytisch hergestellten kolloidalen Silber identisch und besitzen auch nicht dessen Eigenschaften, die einzelnen Partikel sind deutlich größer.

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